Wenn es nichts interessantes zu berichten gibt, dann nehmen wir uns halt das Thema Studien vor, diesmal eine Studie über das Sexualleben von Videospielern. Demnach zu folge gibt es viele Videospieler die schonmal in ihrem virtuellem Ich verliebt waren oder sich in einem anderen virtuellem Ich verliebt hatten/haben. Bei Zuckerschnecken wie Lara Croft ist das ja noch nachzuvollziehen, aber Pac-Man und Super Mario ?

Wenn ich da noch an meine ersten Abenteuer mit Lara Croft denke, in Tomb Raider auf dem Sega Saturn damals, ich kann nicht leugnen da eine gewisse Erotik vorhanden war von der überstylten Polygonbraut, vielleicht aber auch nur die offenheit für Sexualität in der Pubertät ?
In einem Artikel in der Zeit war folgendes zu lesen:
In einer Studie wurden 10.204 Videospiel-Fans nach ihrem Sexleben gefragt. “Haben Sie schon einmal eine virtuelle Spielfigur geliebt oder sexuell begehrt?”, hieß es da etwa, und 34 Prozent sagen: ja. Ein weiteres Viertel gibt zu: kann sein. Die klare Mehrheit fühlt sich körperlich zu Pac Man oder Super Mario hingezogen. Oder eben zu ihrem aktuellen Avatar, der künstlichen Spielfigur, mit der sie zum Beispiel durch die virtuelle Welt des Online-Spiels “Second Life” wandeln.
Quelle: Die Welt
Da fragt man sich ja dann, was ist mit der Welt los ? Oder hat da ein Übersetzer oder Redakteur nur sehr oberflächlich rescherschiert ? Ich meine wir reden hier von Pac-Man und Supermario ?! Diese Videospielfiguren haben einen gewissen Sympathie- oder Knuddelfaktor, aber sexuell attraktiv ?
Realitätsverlust bei Videospielen ?!
Aus eigener Erfahrung in diversen Onlinerollenspielen (MMORPG) kann ich sagen, das die Grenzen schon oft sehr verwischen. Aber da haucht ja auch das Gegenüber dem Polygon- oder Pixelhaufen Leben ein. Wenn ich daran denke wie sich zwei Personen in meinen weiblichen Avatar verliebt haben und mir fast das Gefühl gaben ohne ihn nicht mehr leben zu können, wusste ich, hier läuft was falsch. Seit dem spiele ich übrigens nur noch männliche Chars. Es bereitet mir ein gewisses unwohlsein von anderen Männern angeflirtet zu werden. Zumal es meist mehr in die Richtung Schleimereien ging. Aber auch als männlicher Char, wurde man oft von anderen Damen angemacht, vielleicht ist es ja meine höchst “sympathische” freche Art ?! Eine virtuelle Bekanntschaft bezeichnet mich noch heute gern als “charmantes Arschloch”, ich finde damit kann ich leben.
Was sagt uns diese Studie ausser dem haufen Statistiken und Auswertungen über sexuelle Vorlieben der Zockergemeinde ? Richtig, das viele Menschen sehr einsam und sozial isoliert sind, sie verlieren sich mit der Zeit im virtuellen Dickicht und leben bald in dieser Welt. Spiele wie “World of Warcraft“, “Second Life” und “Everquest II” sind da nur der Anfang. Schnell hat die Industrie die einsamen Zocker fokusiert, denn sie sind fast schon abhängig von ihrer Konsole/Computer. Ich frage mich wann das erste Rollenspiel oder Multiplayerspiel ala WoW für Erwachsene kommt. Ich denke dann ist das Blut der Zocksüchtigen richtig in Wallung und sie verabschieden sich komplett von der realen Welt. Sitzen daheim in ihrem Kämmerchen und denken an nichts anderes als wie sie ihr virtuelles Leben verbessern können. Sie leben und lieben in dieser Welt. Projezieren ihr Ego auf den Avatar und geben sich gänzlich dem digitalem Höhepunkt hin. Die Industrie fördert dies natürlich, den Sex sells bekanntlich und fast jedes Spiel wird von mindestens einem erotischen Haupthelden geschmückt. Man nutzt auf diese Weise die niederen Triebe gewinnbringend aus.
Wie alles begann
Wenn man bedenkt wie “billig” das ganze mal angefangen hat, kleine Sexgames für den C64 und Amiga. Damals waren es noch kleine Videoschnippsel die man mit schnellen Bewegungen des Joysticks zum Höhepunkt treiben musste, in das möglichst kurzer Zeit. Da war die Videospielwelt noch am Anfang, da waren Zocker noch Nerds aus dem Hinterzimmer, man erkannte sie meist an ihrer untersetzten Statue und der dicken Hornbrille. Allein die Bedienung dieser Computer erforderten noch eine gewisse Kenntnis der grundlegenden Befehle eines Computers. Heute im Zeitalter der Iconschubser und Fesnterputzer, muss man nur eine Maus führen können, um sein Unwesen in virtuellen Welten treiben zu können.
Doch schon bald reichten diese kleinen Joystickrütteleinlagen nicht mehr aus, es kamen die ersten Wirtschaftssimulationen ala Lula 3D wo man eine recht üppig bestückte Dame zum Pornosuperstar machen musste oder auch die Abenteuer von Larry, dem charmanten Pechvogel dem man in einem Adventure endlich zum Stoß verhelfen musste. Jedoch alles noch im Rahmen mit einer gehörigen Portion Charme, es waren mehr komödiantische Erotikspiele die zum verweilen einluden.
Was bietet die Zukunft der (erotischen) Spiel(chen)
Wohin mag uns diese Entwicklung noch führen ? Die Spiele und Sexspiele werden von der Komplexität und der Optik ja immer überzeugender ?! Eine Spasssüchtige Gesellschaft ? Die haben und hatten wir schon immer, mit neuen Technologien ergeben sich nun auch neue Möglichkeiten. Vielleicht könnte man dazu noch in die Waagschalte werfen, das auf der einen Seite viele Spieler sozial vereinsamen, aber anderer Seites viele sehr einsame Menschen auf diesem Wege soziale Kontakte knüpfen. Ob es Gesund ist oder nicht, darüber streiten sich Experten und Psychologen. Die einzige Gefahr die ich dabei sehe ist, das durch den Verlust des Bezugs zur Realität eine gewisse Minderung der realen Wertschätzung für das reale Ich in Kraft tritt. Man nur noch in Pixeln und Polygonen denkt und die Fähigkeit verliert in dieser Welt etwas zu bewirken, denn Zombies, gibt es auf dieser Erde schon genug. Kein Wunder das die Politiker und Wirtschaftsbosse soviel Macht haben, zu viele Menschen lassen sich zu leicht manipulieren.
Fazit: Stärkt Euren Geist, das größte Videospielabenteuer wartet da draussen und nennt sich Reallife… es hat ausserdem die bessere Optik und ist Touchsensitive ;)
Vielleicht finden Sie auch Gefallen an weiteren solchen erotischen Dingen, oder Träumen Videospieler von Supermario und Pacman ? (Alles was halt mit Lara Croft, Pacman, Sex, Sexualverhalten, Statistik, Studie, Tomb Raider, Videospiele, virtuelle Spielfigur und mehr zu tun hat)